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Praxisbeleg

DLV-Modell: +4% Spendeneinnahmen bei gleicher Reichweite.

AusgangshypotheseDurch Priorisierung nach Donor Lifetime Value statt nach einfacher Recency lassen sich Spendeneinnahmen bei gleichem Mailing-Aufwand steigern.

Die Zahlen

+4%
Spendeneinnahmen
gleich
Auflage (keine Reduktion)
höher
Response-Rate
0–1
Engagement Score Skala

DLV vs. RFM — der echte Unterschied

RFM

Beschreibt Vergangenheit. Kategorisiert in Segmente. Statische Schwellen. Gleiche RFM-Werte = gleiche Behandlung.

DLV

Prognostiziert Zukunft. Rankt individuell. Erfasst Nichtlinearitäten. Gleiche RFM-Werte können sehr unterschiedliche DLV haben.

Fazit: RFM ist gut für Kommunikation und Monitoring. DLV ist besser für Priorisierungsentscheidungen. Beide haben ihren Platz.

Kombinations-Use-Cases

1
Hoher DLV + sinkendes Engagement — Top-Priorität für persönliche Intervention. Diese Gruppe hat hohen Wert und ist gefährdet. Lohnt sich anzurufen.
2
Niedriger DLV + hohes Engagement — Gut für Bindung und Upgrade-Tests. Aktiv aber noch nicht ausgeschöpft.
3
Niedriger DLV + niedriges Engagement — Supprimieren oder digitale Sequenz. Brief lohnt sich nicht.

Was wir gelernt haben

01

DLV + Engagement Score kombiniert ist stärker als jeder allein

Hoher DLV sagt wie viel jemand wert ist. Hoher Engagement Score sagt ob er noch aktiv ist. Die Kombination ist die stärkste Priorisierungs-Signal.

02

Interne Akzeptanz braucht RFM als Brücke

DLV ist für viele Teams abstrakt. RFM ist vertraut. Empfehlung: DLV für Entscheidungen nutzen, RFM für interne Kommunikation. Nicht gegen-, sondern miteinander.

03

+4% klingt klein — ist es nicht

Bei einer Organisation mit 500.000 € Mailing-Erlös pro Jahr bedeuten +4% 20.000 € mehr — bei gleichem Aufwand. Der ROI der Modell-Investition ist hoch.

04

Regelmäßige Modell-Updates sind Pflicht

DLV-Modelle veralten. Spendenverhalten ändert sich. Mindestens nach jeder abgeschlossenen Mailing-Welle neu trainieren.

Häufige Fragen

Was ist der Donor Lifetime Value (DLV)?

Eine KI-Prognose des erwarteten Spendenvolumens einer Person in naher Zukunft (typisch ~6 Wochen). Wichtig: DLV ist eine Entscheidungshilfe, kein Wahrheitsscore.

Was ist der Unterschied zu RFM?

RFM (Recency, Frequency, Monetary) beschreibt die Vergangenheit. DLV prognostiziert die Zukunft. KI erfasst Nichtlinearitäten die RFM nicht sieht — z.B. jemand der selten aber regelmäßig hoch spendet vs. jemand der oft aber sinkend spendet.

Wann ist DLV besser als RFM?

Bei Entscheidungen: wen priorisieren, mit welchem Aufwand ansprechen, in welcher Reihenfolge. Als Kommunikationsmittel intern ist RFM oft verständlicher. Beide haben ihren Platz.

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